Ich habe mir letztens mal alle Schandtaten, die ich je beim Gesichtsbuch angerichtet habe, heruntergeladen. Vor einiger Zeit kam mir die Idee, daraus ein Buch zu machen.

Nun muss ich zugeben, dass ich schon mehrere Male vorhatte*, über irgendetwas ein Buch zu schreiben. Genaugenommen nicht einfach über irgendetwas, sondern schon jeweils zu einem bestimmten Thema. Ich musste jedoch immer wieder feststellen, dass das gar nicht so einfach ist, wie es zuerst anmutet. Ich hatte sogar schon einige Male angefangen, habe aber bisher jedes Mal konsequent auch wieder aufgehört. Teils kam mir das Thema im Laufe des Schreibens als nicht mehr wirklich beschreibenswert vor, teils bin ich in der Recherche steckengeblieben, teils hatte ich einfach irgendwann keinen Bock mehr darauf.

Das mit dem Facebook-Buch birgt andere Schwierigkeiten. Das Thema steckt im Titel, ist also so kompliziert erstmal nicht. Der Ort der Recherchce ist auch arg begrenzt, erstreckt er sich schließlich lediglich auf das von mir selbst Geschriebene. Bei der Auswahl der zu reproduzierenden Texte geht’s aber schon los; das von mir selbst lustig oder erheblich gefundene Schrift“gut“ muss von anderen Menschen keineswegs genauso lustig und erheblich empfunden werden. Man ist selten bis niemals objektiv, wenn es um die eigenen Dinge geht.

Einer der großen Vorteile an Webseiten ist der etwas marginalere Anspruch, den man gewöhnlich an die dort hinterlassenen Texte hat. Dass das oft auch gleichzeitig einen schwerwiegenden Nachteil darstellt, ist genauso wahr wie nicht in diese Geschichte hier gehörig, also bleiben Sie bitte bei der Sache, wenn ich bitten darf. Kurzum, die Messlatte liegt bei online-Texten einfach mal deutlich niedriger als beispielweise in Zeitungen oder der Tagesschau, wo man als Leser*in oder Zuschauer*in schon gefälligst richtig informiert werden möchte. Ich unterliege hier hingegen keinerlei Faktenzwang und kann munter drauflosschreiben bzw. -copyandpasten, was immer mir in die verqueren Sinne kommt.

Es liegt nun ganz bei Ihnen, diese Vorankündigung des demnächst immer mal wieder Passierenden als Wahrnung oder als Aussicht auf Lesenswertes zu betrachten. Sie haben ja schließlich auch jeweils die Wahl, es sich anzutun oder auch nicht.

Bei der Gelegenheit noch etwas: ich verzichte vorerst auf die Einrichtung einer Kommentarfunktion auf der Seite. Kommentare auf Webseiten sind eine komplizierte Geschichte, da man sie permanent im Auge behalten muss. Bei genauerer Betrachtung – oder ersatzweise auch durch den nun folgenden Hinweis – wird Ihnen auffallen, dass ich das „sie“ im letzten Satz klein geschrieben habe. Es bezieht sich also auch sie, die Kommentare. Ich hätte dieses „sie“ aber auch durchaus groß schreiben können, weil es sich mit Ihnen als den potentiell Kommentierenden genauso verhält. Sie sind schließlich die, die diese Kommentare schreiben, weshalb man Sie dann gleich mit im Auge behalten müsste. Genaugenommen sogar vorrangig, da sich die Kommentare schließlich nicht allein schreiben.

Außerdem habe ich den Eindruck, dass ich mich hier gerade etwas hineingesteigert habe mit diesem „sie“ oder „Sie“ oder wie oder was. Fakt bleibt, kommentieren ist erstmal nicht. Wer mir unbedingt etwas zu irgendetwas mitteilen möchte, kann das gern per Mail oder bei facebook tun; ich verspreche hiermit feierlich, alles zu lesen, was da ankommt und gegebenenfalls auch zu antworten.

Danke und bis demnächst.

 

* Ich habe das recherchiert: „vorhatte“ kommt von „Vorhaben“ und wird deshalb auch als Verb zusammengeschrieben (wie übrigens „zusammengeschrieben“ auch), sofern es nicht umgestellt (da, schon wieder, kommt von „Umstellung“) wird. Bei „ich hatte vor“ würde man es also trennen, in diesem Fall jedoch nicht. Wenn Sie meinen, es besser zu wissen, könnten Sie sogar rechthaben (oder Recht haben?), was mir persönlich aber jetzt nicht sooo wichtig wäre.